Awareness ist ein Begriff, der uns in linken Szenen an vielen Stellen begegnet, der verschiedenes bedeuten kann, der mit Pflichten aufgeladen ist und an dem Kritik geübt wird.
Wir brauchen Awareness, um interpersonelle und strukturelle Diskriminierungen zu erkennen und verantwortungsvoll mit Privilegien umzugehen. Es braucht immer wieder Bildungsarbeit, die eine Grundlage für allgemeine Awareness schafft. Während wir kollektiv darauf achten wollen, sorgsam miteinander umzugehen und Verletzungen zu vermeiden oder fürsorglich aufzuarbeiten, wollen wir oft Awareness-Schichten anbieten, die in besonderem Maße ein Auge darauf haben, diesen Anspruch umzusetzen und als Ansprechpersonen zur Verfügung zu stehen, wenn Menschen doch Belastendes erleben und emotionale Unterstützung brauchen.
Awareness drückt daher gleichzeitig ein breit geteiltes Ziel aus und konfrontiert uns mit Ängsten, Dinge falsch zu machen oder nicht zu wissen, wie wir mit Situationen und miteinander gut umgehen können.
Wir wollen uns deshalb einen Tag nehmen, an dem wir eine gemeinsame Vertrauensbasis und einen Raum zum Lernen und Ausprobieren schaffen. Wir erarbeiten einen Werkzeugkasten mit hilfreichen Strategien, um für Menschen, die sich unwohl fühlen, da sein zu können und Awareness in die Gesamt-Strukturen unserer Orgas zu implementieren. Wir überlegen, wie Awarenesskonzepte für verschiedene Arten von Veranstaltungen aussehen können und nehmen weiterführende Ressourcen zum individuellen Weiterarbeiten mit.
Denk an genug Proviant und Getränke, um den Tag bei guter Energie durchzuhalten.
Das Training wird abgehalten in Kooperation mit der Linksjugend [’solid], dem DGB und Radical Care, einer Frankfurter Organisation, die für Widerstand durch kollektiv-politisch praktizierte Care eintritt.
Dieser Workshop richtet sich primär an organisierte Menschen. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt auf 20 Personen. Wir möchten verschiedenen Organisationen und Personenkreisen ermöglichen, teilzuhaben. Daher bitten wir um Anmeldung unter https://cryptpad.fr/form/#/2/form/view/OzR4tyRPdj3s+FAgTlAYWs7TicKhB3hG2K7hKCnjWcM/ und informieren alle Menschen, die Interesse bekunden, kurz vor dem Workshop, ob sie einen Platz bekommen.
Der Workshop soll einen Safer Space bieten, in dem sich auch vulnerable Menschen frei mit dem Thema auseinandersetzen und Empowerment erfahren können. Wir möchten daher, dass Menschen, denen Gewaltausübung vorgeworfen wird, der Veranstaltung fernbleiben, solange Aufarbeitungsprozesse nicht allseitig als hinreichend abgeschlossen bewertet werden.
Infos zu Barrieren & Zugängen
Der Workshop findet im Übergangsgewerkschaftshaus statt.
Der kürzeste Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln führt über die Straßenbahnlinien 4 und 5 und die Haltestelle „Messplatz“, wenig weiter entfernt auch über die Straßenbahnlinien 6 und 8 und die Haltestelle „Rhönring“.
Der Wilhelm-Leuschner-Saal in dem der Workshop stattfindet, ist im dritten Stock und über Treppen sowie eine Rampe und einen Aufzug zu erreichen.
Der Weg zum Workshop wird vom Haupteingang aus visuell ausgeschildert sein. Es gibt leider kein Leitsystem für sehbehinderte Personen.
Sitzgelegenheiten in Form einzelner Stühle können im Workshop-Raum frei arrangiert werden.
Der Workshop findet in deutscher Lautsprache statt. Es gibt leider keine Induktionsschleife oder mobile Systeme zur Tonübertragung auf Hörgeräte vor Ort.
Toiletten sind ursprünglich zweigeschlechtlich ausgeschildert, wir werden die Teilung für die Dauer des Trainings aber aussetzen. Alle Toiletten sind mit Hygieneprodukten ausgestattet. Es gibt leider keine offiziellen Wickelmöglichkeiten.
Menschliche oder technische Assistenz, die dir die Teilnahme ermöglicht oder erleichtert, ist uns sehr willkommen.
Melde dich gern vorab (anonym) per Mail an banden.bilden@systemli.org, falls du noch Unsicherheiten hast oder Unterstützung brauchst, um angenehm am Workshop teilnehmen zu können. Gern unterstützen wir dich nach unseren Möglichkeiten.
Falls du während der Veranstaltung einen Rückzugsraum brauchen könntest, komm gern auch schon vorab auf die Awareness-Personen zu. Es gibt verschiedene Optionen im Haus und wir können zusammen überlegen, welche am besten für dich passt.
Wir sind ab eine halbe Stunde vor Beginn im Saal erreichbar.
Melde dich auch im Laufe des Workshops oder im Anschluss gern jederzeit, wenn du Unterstützung von uns brauchst – ob praktisch oder emotional.